Whitehorse
250.000 Seen, dichte Wälder, über 300 Provinzparks und uralte Wasserstraßen
Die Hauptstadt des Yukon-Territoriums liegt im äußersten Nordwesten Kanadas, rund 1.500 Kilometer nördlich von Vancouver, am Ufer des Yukon River, umgeben von einer Weite, die auf Fotos nie vollständig zu erfassen ist. Mit knapp 30.000 Einwohnern ist Whitehorse zwar die größte Stadt des Yukon (aber gemessen an dem, was um sie herum liegt, ist sie immer noch ein kleines Licht inmitten einer unendlichen Dunkelheit aus Wald, Gebirge und Himmel).
Die Anreise aus Europa führt mit einem Zwischenstopp in Vancouver nach Whitehorse. Condor bietet ab Frankfurt eine Umsteigeverbindung über Vancouver an, der Weiterflug nach Whitehorse mit Partnerairline Air North dauert rund 2,5 Stunden. Die Gesamtreisezeit beträgt je nach Verbindung etwa 15 Stunden. QUELLE www.condor.de
Ein Hinweis, den man kennen sollte: Wegen eines Landbahn-Neubaus in Whitehorse gab es in den Sommern 2024 und 2025 keine Nonstop-Flüge ab Frankfurt. Ab Sommer 2026 soll der Direktflug wieder aufgenommen werden. Es lohnt sich, die aktuellen Condor-Flugpläne vor der Buchung zu prüfen. QUELLE www.nordlandtours.com
Was wartet am Ende dieser ewigen Flugreise?
Der Alaska Highway, der legendärste Fernstraße Nordamerikas, beginnt keine 500 Kilometer entfernt in Dawson Creek und führt genau hier durch. Der Kluane Nationalpark, ein Weltnaturerbe, liegt direkt vor der Stadt. Und der Yukon River, an dem Whitehorse gebaut wurde, ist derselbe Fluss, dem tausende Goldsucher während des Klondike-Goldrauschs um 1898 flussaufwärts gefolgt sind. Eine Wohnmobilreise ab Whitehorse ist etwas anderes als alle anderen Touren in diesem Netz. Es ist eine Reise, bei der die Strecke selbst das Erlebnis ist.
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Whitehorse auf einen Blick
Whitehorse ist wild. Whitehorse ist Natur. Das Yukon-Territorium ist flächenmäßig größer als Deutschland, Österreich und die Schweiz zusammen und hat insgesamt rund 43.000 Einwohner, von denen etwa zwei Drittel in Whitehorse leben. Der Rest des Territoriums ist Wildnis. QUELLE www.wikipedia.de
Whitehorse gilt laut dem Meteorological Service of Canada als Kanadas "trockenste Stadt". Dank ihrer Lage im Regenschatten der Coast Mountains fällt hier deutlich weniger Niederschlag als anderswo im Norden. Die Sommer sind kurz, aber warm und sonnig, mit bis zu 20 Stunden Tageslicht um die Sommersonnenwende. Die Winter sind kalt und klar (und dunkel genug, dass die Nordlichter von September bis März beinahe jede klare Nacht zu einem Schauspiel machen). Ihren Namen hat die Stadt übrigens von den White Horse Rapids, wilden Stromschnellen des Yukon Rivers, die an weiße Pferdemähnen erinnerten und nach dem Bau eines Wasserkraftwerks im Stausee verschwanden. Der Fluss selbst aber fließt noch immer durch die Stadt, ruhig und mächtig, und wer früh genug am Ufer steht, sieht manchmal Lachse.
Die besten Camper-Routen ab Whitehorse
Whitehorse ist der einzige Startpunkt in diesem Netz, von dem aus man in alle Richtungen in Wildnis fährt.
Es gibt keine belebte Küstenstraße, keinen dichten Metropolkorridor, keine kurze Runde durch ein Weindorf.
Hier beginnen die Straßen, wo andere enden und das ist genau der Grund, warum man herkommt.
Route I
Whitehorse → Haines Junction → Kluane Nationalpark → Dawson City → Top of the World Highway → Whitehorse
Gold, Gletscher und das Ende der asphaltierten Welt
Diese Rundtour ab Whitehorse führt über den Klondike Highway nach Dawson City, dann über den Top of the World Highway kurz nach Alaska und zurück über den Alaska Highway durch Haines Junction nach Whitehorse, eine der beliebtesten Fahrrouten im gesamten Yukon.
Der Kluane Nationalpark entlang des Alaska Highways ist ein Weltnaturerbe und enthält das größte nicht-polare Eisfeld der Welt.
Dawson City ist das Herzstück der Klondike-Goldgräberzeit und hat mit seinen Holzplanken-Gehwegen und Saloons noch immer eine Atmosphäre, die man nirgends sonst findet. QUELLE www.dawsoncity.ca
Der Top of the World Highway ist einer der dramatischsten Panoramawege Kanadas. Teils Schotterpiste, teils bloße Einsamkeit, immer spektakulär.
Länge
ca. 1.000 km
Routentyp
Rundtour
Highlights
Kluane Nationalpark, Haines Junction, Dawson City/Goldrausch-Geschichte, Top of the World Highway, Takhini Hot Springs
Besonderheiten
Top of the World Highway ist nur von Mai bis September befahrbar und nur solange der Grenzübergang zu Alaska geöffnet ist. Öffnungszeiten vorab prüfen.
Route II
Whitehorse → Haines Junction → Skagway → Haines (Alaska) → Whitehorse
Zum Regenwaldklima der Küste zurück in die trockene Weite
Der Golden Circle startet und endet in Whitehorse, führt über einen Bergpass ans Meer der Alaska Panhandle, vom Regenwaldklima der Küste zurück in die trockene Weite des Yukon.
Über den South Klondike Highway geht es durch den White Pass nach Skagway (einer kleinen Hafenstadt in Alaska, die während des Goldrauschs der Hauptzugang in den Norden war und heute wie eingefroren in dieser Zeit wirkt).
Von Skagway weiter nach Haines, einem kleinen Küstenort am Lynn Canal, mit einer der schönsten Fährpassagen Alaskas. Von Haines zurück über den Haines Highway und den Alaska Highway nach Whitehorse.
Ein Kreis durch drei Landschaften und hundert Jahre Geschichte.
Länge
ca. 700 km
Routentyp
Rundtour
Highlights
White Pass, Skagway (Alaska/Goldrausch), Fähre Skagway–Haines, Haines Alaska, Kluane Nationalpark, Carcross Desert (kleinste Wüste der Welt)
Besonderheiten
Reisepass zwingend erforderlich für die USA-Einreise; Fähre bei Alaska Marine Highway vorab reservieren
Route III
Whitehorse → Watson Lake → Fort Nelson → Prince George → Vancouver
Der große Südweg durch British Columbia
Die Strecke von Whitehorse nach Vancouver sollte über mindestens sieben Tage gefahren werden.
Von Whitehorse südwärts auf dem Alaska Highway bis Watson Lake, dem Tor zum Yukon, berühmt für seinen Sign Post Forest mit über 80.000 Straßenschildern, die Reisende aus aller Welt hier hinterlassen haben. Weiter durch British Columbia, vorbei an Liard River Hot Springs, einem der schönsten natürlichen Hotpools Kanadas, dann durch die Northern Rocky Mountains nach Fort Nelson und Prince George. Von dort entweder auf dem Cariboo Highway oder über den Yellowhead Highway westwärts bis Vancouver.
Eine Strecke, die nicht durch Nationalparks mit Eingangstor führt, sondern durch ein natürliches, echtes Kanada: weiträumig und unglaublich schön.
Länge
ca. 2.400 km
Routentyp
One Way
Highlights
Watson Lake/Sign Post Forest, Liard River Hot Springs, Stone Mountain Provincial Park, Muncho Lake, Fort Nelson, Prince George, Wells Gray Provincial Park (Helmcken Falls), Vancouver
Besonderheiten
Fraserway bietet diese One-Way-Option an; Tankstellen sind teils weit auseinander, immer voll tanken.
Das Wichtigste in Kürze
Die Fraserway-Abholstation in Whitehorse liegt direkt vor der Stadt, keine zehn Minuten vom Stadtzentrum entfernt.
9041 Quartz Road, Whitehorse, YK Y1A 4Z5
Die Station ist nur ein paar Minuten vom Erik Nielsen Whitehorse International Airport entfernt. Und hier gibt es eine echte Besonderheit, die Whitehorse von allen anderen Stationen unterscheidet: Fraserway bietet in Whitehorse einen kostenlosen Shuttle-Transfer von und zu allen Hotels in der Stadt an (nicht nur von ausgewählten Flughafen- oder Innenstadt-Hotels wie anderswo).
Wer aus Europa anreist, darf das Wohnmobil nicht am Ankunftstag übernehmen. Aber ehrlich gesagt ist Whitehorse wunderschön, sodass eine Pflichtübernachtung nicht wie eine Pflicht wirkt. Ein Abend am Yukon River, ein Blick in die Geschichte der Goldgräberzeit, vielleicht die ersten Nordlichter am Horizont: Der erste Abend in Whitehorse gehört für viele Reisende zu den stärksten Erinnerungen der ganzen Reise.
Wer die Pflichtübernachtung in Whitehorse verbringt, wird am nächsten Morgen von jedem Hotel abgeholt, egal wo es liegt.
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Wissenswertes
Häufige Fragen zur Wohnmobilreise ab Whitehorse
Wo hole ich mein Wohnmobil in Whitehorse ab?
Direkt am Stadtrand: 9041 Quartz Road, Whitehorse, YK Y1A 4Z5. Nur ein paar Minuten vom Flughafen, fünf Minuten vom Stadtzentrum. Der kostenlose Shuttle fährt von allen Hotels in Whitehorse, nicht nur von ausgewählten.
Brauche ich für die Routen im Yukon einen Reisepass?
Für reine Yukon-Touren nicht. Sobald du aber nach Alaska willst, zum Beispiel auf dem Golden Circle oder dem Alaska Highway, brauchst du zwingend einen gültigen Reisepass. Und das lohnt sich: Die schönsten Abschnitte liegen genau auf dieser Seite der Grenze.
Wann ist die beste Reisezeit für eine Wohnmobilreise ab Whitehorse?
Juni bis September. Im Juli und August sind die Tage endlos lang (buchstäblich! Mit bis zu 20 Stunden Tageslicht!) Wer Nordlichter sehen will, fährt im August oder September: Die Nächte werden dunkler, die Farben goldener, und die Campingplätze leerer.
Sind die Straßen im Yukon für Wohnmobile geeignet?
Der Alaska Highway und der Klondike Highway sind gut ausgebaut und problemlos fahrbar. Der Top of the World Highway und der Dempster Highway sind teils Schotter. Für erfahrene Fahrer machbar, aber nichts für den ersten Wohnmobiltag. Tanken immer!, wenn sich die Gelegenheit bietet.
Gibt es genug Campingplätze im Yukon?
Ja. Und viele von ihnen sind genau das, was man sich vorstellt: direkt am See, mitten im Wald, mit kaum anderen Menschen. Das Yukon-Territorium betreibt zahlreiche günstige Government Campgrounds entlang der Highways. In der Hochsaison Juli/August lohnt es sich, die beliebtesten Plätze vorab zu buchen.
Was kostet Tanken im Yukon?
Mehr als in British Columbia oder Alberta. Das ist die ehrliche Antwort. Benzin ist im Norden spürbar teurer, und zwischen manchen Ortschaften liegen 200 Kilometer ohne Tankstelle. Die goldene Regel: Nie unter die Hälfte fallen lassen und bei jeder Möglichkeit nachtanken.
Kann ich das Wohnmobil woanders zurückgeben?
Ja. Die beliebteste One-Way-Route führt nach Vancouver. Durch British Columbia auf dem Alaska Highway oder dem Stewart-Cassiar Highway, über 2.000 Kilometer. Wer östlicher zurückfliegt, gibt das Wohnmobil in Calgary oder Edmonton ab. One-Way-Gebühren variieren je nach Strecke, die Preise kannst du hier direkt online vergleichen.
Kann ich mit einem Wohnmobil bis nach Alaska fahren?
Klar, und es ist einer der großartigsten Fahrten, die man machen kann. Die meisten Routen in Alaska sind für Wohnmobile geeignet (mit Ausnahme einiger Schotterstraßen wie dem Dalton Highway, der zum Polarkreis führt). Reisepass nicht vergessen.